Arbeitsteilung

Draußen stürmt es heute. Ein guter Tag zum Stall misten. Im Sommer kommen die Wutzen ja dann immer raus auf die Wiese. Aber im Winter hocken sie immer in dem Gehegeteil, den ich gerade nicht sauber mache. Bis auf Norbi. Der sitzt im Streuabteil immer im Weg rum und versucht hektisch die letzten Heuhalme zwischen dem Dreck noch schnell wegzufuttern, bevor sie in den Müll wandern.

Vor dem Misten schlägt sich Norbi noch schnell den Bauch voll.
Während dem Misten schaut Lizzy entspannt vom Wutzensofa aus der Sendung
`Schöner Wohnen´ zu.

Und Lizzy. Die rennt immer neugierig zwischen den frisch gewaschenen Decken, dem Wäschekorb mit der dreckigen Wäsche und meinem Kehrblech hin und her. Zudem versucht sie direkt alles zu inspizieren und mich beim Design der Inneneinrichtung tatkräftig zu unterstützen indem sie mit Kötteln den zukünftigen Standort der Häuschen markiert. Und dann wird von ihr die nächste Hängematte belegt und mir mäßig interessiert bei meinem Treiben zugesehen. Arbeitsteilung à la cochon d´inde.

Und nachdem alles inspiziert und direkt vollgeköttelt wurde wird erst mal ausgeruht.
Daher kommt der Ausdruck faule Sau.

Insgesamt verhält sich die Bande an solchen Tagen doch eher passiv und macht lieber Nickerchen während ich schufte. Bloß nicht zu viel bewegen.

Nach dem Misten ist alles wieder schön sauber und man könnte süße Schweinebilder knipsen. Wenn die Schweine mitmachen. Tun sie in der Realität aber leider nicht, da sie einfach dort weiterschlafen, wo sie die Schwerkraft zu Boden gerungen hat.

Der Stall ist mal wieder sauber! Bis Morgen, dann regiert wieder das Köttel- Chaos.

Daher muss man als Schweineblogger trickreich statt einer Rettungsgasse eine Fressgasse aus Frischfutter machen. Dafür steht dann selbst die faulste Wutz wieder auf. Und am Ende gibt´s dann doch noch ein paar süße Fotos.

Grüßle eure Doro

Fressgasse mit angedockten Schweinen

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